Dienstag, 20. Oktober 2015

Albufeira - Urlaub

Jetzt beginnt der Urlaub vom Urlaub :-)

Nach 4 Wochen action sollten nun einige Tage Strandurlaub folgen. Wir hatte dazu 5 Nächte an der Algarve bei Albufeira gebucht. Um nach Albufeira zu fahren hatte ich online einen Mietwagen gebucht.. also nur mehr schnell in der Früh den Mietwagen am Flughafen abholen und los gehts.

Die Ubahn war nah bei Hotel also sollte es schnell gehen. Am Flughafen angekommen dachte ich noch "Ein Glück, dass ich nicht einchecken muss - so lang wie die Schlange ist - sondern nur kurz einen Mietwagen holen muss". Nur wo gibt es den Mietwagen? Überraschung - die lange Schlange war nicht zum Checkin sondern zu den Mietwagenverleihern.....
Obwohl ich den Wagen online gebucht und schon bezahlt hatte dauert es über 2 Stunden in der Schlang bis ich den Wagen hatte.

Was lernt man daraus? In Portugal muss man auf alles warten! Wenn man ein Taxi braucht wartet man in der Taxi Schlange (es gibt sogar eine Schlange zur Schlange am Flughafen zu den Taxis). Wenn man ein Ubahn Ticket braucht wartet man in der Schlange zum Ticket Automaten - und wenn man einen Mietwagen braucht eben in der Mietwagen Schlange. Portugal wirkt einfach irgendwie überfordert mit den vielen Touristen im Sommer.

Vor der Abfahrt habe ich das Rad noch mit den aus Wien importierten Heizungsisolationsrohren vorbereitet, da es ja bis zu unserer Rückkehr nach Lissabon 5 Tage im Gepäckraum stehen würden.
Wer sich fragt warum die Heizungsisolationsrohre extra aus Österreich importiert werden mussten;
In Portugal gibt es keine Heizungen!









Samstag, 22. August 2015

22. Etappe: Évora - Lissabon ..... Ziel erreicht - Tour beendet

Nur kurz vorweg weil ich jetzt keinen kompletten Beitrag schreiben werde. Wird dann später/in den nächsten Tagen noch ergänzt

Ich habe mein Ziel Lissabon vor rd. einer Stunde erreicht, womit meine Radreise nun nach insgesamt 3.279 km in 28 Tagen - davon 22 Tage auf dem Rad - beendet ist.

Wir werden uns heute kurz Lissabon ansehen und dann eine Woche "echten" Urlaub an der Algarve machen.


Für die, die es nicht wissen oder wissen können: Wenn ich „wir“ schreibe - bzw. schon in Barcelona geschrieben habe – meine ich damit nicht mich und mein Fahrrad sondern meine Freundin, der ich unglaublich dankbar bin, dass sie zu keinem Zeitpunkt versucht hat mir diesen Plan – mir einen langjährigen Wunsch zu erfüllen – versucht hat auszureden oder etwas dagegen gehabt hätte. Immerhin bin ich nun doch - mit der Ausnahme Barcelona – genau 4 Wochen alleine unterwegs gewesen und habe dafür fast meinen gesamten Jahresurlaub aufgebraucht. 


Die Bilder von der letzten Etappe gibt es hier: (noch nicht alle hochgeladen)


UPDATE 20.10.2015:

Im ersten Satz habe ich geschrieben, dass ich diesen Beitrag in den nächsten Tagen ergänzen würde. Aus Tagen sind dann doch eher Monate geworden.... Der Vollständigkeit halber werde ich aber nun auch noch die 22. und letzte Etappe darstellen.

Ich hatte es am Vortag ja schon geahnt - der Reifen war mal wieder luftleer. Ich wollte den 1. Hinterreifen ja noch irgendwie über die Distanz retten und habe den Reifen daher von innen mit Isolierband geflickt. Hat leider nur mäßig funktioniert und die Fasern des Gewebes haben sich durchgescheuert und den Schlauch wieder aufgescheuert. 2 Lagen Isolierband sollten reichen für die letzten Kilometer.




Evora's Straßenbelag ist zwar sehr authentisch und nett anzusehen - für ein Rennrad aber völlig ungeeignet. Und nicht dass nur im Ort alles gepflastert ist - auch die Umgehungsstraße ist nicht asphaltiert....

Entgegen der Wettervorhersage hatte auch auch heute wieder strahlenden Sonnenschein. 




Leider wieder schlimmer Gegenwind. Ich hatte mir in der Früh Zeit gelassen, danach ja den Reifen repariert und dann gestartet in der Annahme zumindest 20 km/h im Schnitt fahren zu können. Je näher die Fährabfahrt kam umso mehr merkte ich, dass ich mir zuviel Zeit gelassen hatte. So wurde es nichts mit einergemütlichen Mittagspause und entspanntem Ausrollen auf den letzten Kilometern sondern ich musste noch einmal richtig Gas geben, um nicht zum Schluss noch die Fähre zu verpassen.


Und dann sah ich plötzlich in der Ferne tatsächlich Lissabon. Der Moment, auf den ich 4 Wochen lang gewartet hatte und der schlussendlich aber auch das Ende meiner Tour bedeuten sollte. Vor allem aber die Erleichterung, dass tatsächlich alles wie geplant funktioniert hatte.

Ich war nicht gestürzt, ich habe nichts verloren, es wurde nichts gestohlen, ich war nicht krank,... es hätte in 4 Wochen so viel passieren können aber alles war gut gegangen. Jetzt würde ich Lissabon jedenfalls irgendwie erreichen - und wenn es zu Fuß war.


Es folgten die letzten Kilometer bis zur Fähre. Nur passten die so überhaupt nicht in meine Vorstellungen - es war mehr ein verlassenes Gewerbegebiet, so dass ich schon zweifelte, ob ich überhaupt zur Fähre kommen würde oder ob ich mich bei der Tourplanung geirrt habe.



Aber tatsächlich - es gabe wie erhofft eine Anlegestelle, die ich nur 8 Minuten vor der Abfahrt der Fähre erreichte



Vor ein paar Tagen habe ich geschrieben, dass ich immer ein Bild im Kopf hatte mit der Fähre auf die am Berg liegende Stadt zu zu fahren. Und hierbei lag ich tatsächlich nicht daneben:






Dann war es tatsächlich geschafft - ich hatte Lissabon mit dem Rad erreicht:



Jetzt waren es nur mehr wenige Kilometer durch die Stadt bis tatsächlich Schluss war.






Und dann wurden aus Kilometern die letzten Meter (aufgenommen vom Empfangskomittee ;-) )






Link zur Galerie von Etappe 22

Tourdaten:

Gesamtkilometer Reise: 3.279 km
Tageskilometer: 111,4
Durchschnittsgeschwindigkeit: 25,1 km/h
Höchstgeschwindigkeit 50,3 km/h






Ausblick:

Nach einer Nacht in Lissabon (Hotel Jupiter - falls einmal jemand ein Hotel in Lissabon sucht - nah bei einer Ubahn gelegen und erst im August 2015 eröffnet mit extrem freundlichem Personal: http://www.jupiterlisboahotel.com/en/jupiter-lisboa-hotel ) geht 5 Tage nach Albufeira

Ich hatte das Hotel bereits eine Woche vorher per Email gebucht, um eine Möglichkeit zu finden das Fahrrad in Lissabon zu lassen, um es nicht noch zusätzlich in den kleinen Mietwagen stecken zu müssen. 

Freitag, 21. August 2015

21. Etappe: Badajoz - Évora

Hätte ich gestern Abend auf die Karte geschaut, wäre mir sicher aufgefallen, dass Badajoz nur kurz vor der portugiesischen Grenze liegt. Ich hatte gedacht, dass es noch etwas weiter wäre weil Portugal auf der Karte, die ich im Kopf hatte so schlank ausschaut. 

Normalerweise war es leicht zu erkennen, dass man eine Landesgrenze überquert. Meist kam ein Schild, dass die Grenze ankündigt, dann alte Grenzanlagen, ein Schild mit dem Landesnamen auf blauem Hintergrund von gelben Sternen umgeben und dann häufig noch ein Hinweis weil schnell man wo fahren darf. Nicht aber so bei dieser Grenze. Ich habe mich nur gewundert, dass der Straßenbelag plötzlich anders war und auf beiden Seiten mit roter Farbe gekennzeichnet Fahrradwege waren. Erst als auch vor den Häusern nur mehr Autos mit portugiesischen Kennzeichen standen ahnte ich es. Ich war schon über die Grenze gefahren und hatte kein Schild zum Fotografieren gefunden.  Schade – aber da war einfach keins. Dafür aber das erste Mal mein Endziel auf einem Straßenschild:




Gestern hatte ich noch angenommen, dass es heute wegen der wenigen Kilometer eine Spazierfahrt werden würde. Am Vormittag hatte ich mir Zeit gelassen und bin erst kurz nach 11 gestartet – vor allem aber auch wegen der Zeitverschiebung – in Portugal war es ja erst kurz nach 10. Doch ich hatte die Rechnung ohne den Wind und die wellige Straßenführung gemacht. Es war wieder so ein nicht endendes Auf und Ab und dazu eben nach Wind. Man sieht es auch an der Durchschnittsgeschwindigkeit – im war rd. 7 km/h langsamer als gestern! Der Wind macht einfach enorm etwas aus.

Zu dem neben der Strecke kann ich dieses Mal wirklich nur sagen: Wie die letzten Tage:




Und wenn ich immer geschrieben hat was die Spanier so anbauen neben der Straße muss ich hier schreiben, dass die Portugiesen abbauen. Nämlich Marmor. In diesem Bereich war alles voller Marmorsteinbrüche. Und das, was auf dem Foto so ordentlich aufgestapelt ist, sind riesige Marmorblöcke:



Dass der Wind gegen Nachmittag immer noch einmal stärker wird wusste ich schon. Und selbst obwohl es heute nur 103 km waren – ich hatte das Gefühl es wäre deutlich mehr. Aber jeden 2. Tag habe ich das Gefühl, dass es mühsamer ist mit dem Fahren. Heute war wieder so ein Tag; dann kann es morgen nur besser werden.

Die Wettervorhersage hatte für hier – Évora – nur 27°C voraus gesagt. Meiner Meinung nach war es deutlich wärmer – vor allem wenn man die Berge hinauf fährt und der Fahrtwind fehlt merkt man es… Und außerdem merkt man, dass ein Rad mit 18 kg einfach nicht optimal ist, um Berge hinauf zu fahren. Als ich es noch in Wien (bzw. um Wien herum) getestet hatte war ich ohne Gepäcktaschen unterwegs. Ein unheimlicher Unterschied, den man auf der Ebene nicht so spürt (eh klar – wollte es nur noch einmal erwähnen)

Kurzer Einschub, der eigentlich nichts mit der Route zu tun hat – ich aber irgendwie erwähnenswert finde: Beim Schreiben dieses Posts sitze ich beim Telepizza (hatte ich ja in Spanien entdeckt) beim Abendessen und gerade ist etwas Überraschendes passiert. Ein Gast (Kind) hat einen Sessel vom Tisch weg gezogen, was auf dem Steinboden einen extrem hohen, quietschenden Ton erzeugt hat. Im gleichen Moment ist von der gegenüber liegenden Wand, an der ich sitze ein Buchstabe (das „z“) vom „Telepizza“-Schriftzug von der Wand gefallen….(man sieht es am Boden liegen) Kurios..



Alle Fotos von heute gibt es hier:


Tourdaten:

Gesamtkilometer Reise: 3.167 km
Tageskilometer: 103,3
Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,5 km/h
Höchstgeschwindigkeit 46,4 km/h




Ausblick:

Morgen wird meine Tour in Lissabon enden. Als ich anfing über diese Reise nachzudenken und mir alles auf der Karte angesehen habe, habe ich schon gesehen, dass aus meiner Richtung eine Bucht vor Lissabon liegt. Da es nur Autobahnbrücken gibt, ist seit dem die Vorstellung in meinem Kopf, dass ich mit meinem Rad auf einer Fähre stehend auf das am Berg liegende Lissabon zufahre. Nun könnte ich auch außen herum fahren (ca. 30 km Umweg) aber man hat ja von manchen Dingen gewisse Vorstellungen wie es werden könnte. Und genauso wie ich Vorstellungen vom spanischen Hinterland hatte (flach und wenig los…. Naja – wenig los stimmt, flach nicht), hatte ich eben dieses Bild im Kopf und werde deswegen versuchen morgen die Fähre um 16:00 von Mojito nach Terreiro do Paço (das ist mehr oder weniger in Lissabon) nehmen. Da diese nur alle 1,5 Stunden fährt muss ich das morgen gut timen.
BTW: Lissabon liegt tatsächlich am Berg wie man auch am Höhenprofil erkennt. Auf den allerletzten 5 Kilometern muss ich noch einmal 84 m hinauf.

Die Strecke für morgen ist deshalb in zwei Pläne geteilt, da ich die Fähre nicht einbinden kann.

Aber bevor ich morgen losfahren muss ich erst etwas anderes machen. Als ich gerade zurück ins Hotel gekommen bin und an meinem Fahrrad vorbei gegangen bin, habe ich gesehen, dass der hintere Reifen mal wieder platt ist. Mal schauen was da wieder los ist...

Etappendaten:

Tageskilometer: 105,2 km + 4,9 km
Höhenmeter aufwärts: 472 m + 84 m
Höchster Punkt: 357 m





Donnerstag, 20. August 2015

20. Etappe: Don Benito - Badajoz

Etappe Nr. 20 ist nun auch schon vorbei. Ein Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich nach der 2. Etappe komplett nass in Kärnten angekommen bis. Oder nach der 6. – wieder nass – in Genua. Aber immerhin ist mir dies seit dem nicht mehr passiert. Mal schauen, ob dieses Glück bis zum Ende anhält.

Heute war die erste kürzere Etappe, da ich mich ja entschieden habe nicht wie bisher alle 4 Tage eine Pause zu machen, sondern bis Lissabon durch zu fahren (7 Tage ohne Pause) und dafür nur mehr knapp über 100 km die letzten Tage zu fahren.

Die Strecke war also heute keine echte Challange mit nur 111 km. Aber wenn es die Strecke mal nicht ist, lasse ich mir eben etwas einfallen damit es doch wieder anstrengend wird ;-) .

Ich wusste, dass ich heute den 3.000. Reisekilometer überschreiten würde. Da es – entgegen der Wettervorhersagen – mehr oder weniger windstill war ging es von Beginn an gut voran. Warum also nicht einmal versuchen die 111 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h zu fahren. Und schon war die Challenge wieder da.

Meine bisherige höchste Durchschnittsgeschwindigkeit waren 27,5 km/h – und das teilweise mit Rückenwind. 30,0 km/h (fast 10% mehr) wären also schon einiges mehr. Und das ausgerechnet an einem der heißesten Tage.
Mein Tachothermometer zeigte wieder über 40°C. Nach bereits 3:40 Minuten erreichte ich mit durchschnittlich 30,4 km/h Badajoz. Dieses Ziel es zumindest auf einer Etappe zu schaffen war also auch erreicht, so dass ich morgen wirklich einmal gemütlich fahren kann. Nach all diesen langen Etappen kommen mir 110 km vor wie eine Nachmittagstour. Es ist – zumindest für mich – ein deutlicher Unterschied, ob 50 km, 100 km oder über 150 km.



Jetzt ist es schon einige Tage her, dass ich etwas über die Landschaft berichten konnte. Die letzten Tage war es eher „so wie gestern“. Daran hat sich auch heute nichts geändert – einzige Änderung waren die angebauten Produkte auf den Feldern. Hier sind es jetzt Paradeiser, die überall wachsen. Es scheint, dass sich hier jede Region auf ein Produkt spezialisiert hat.

Was ich allerdings nicht wusste. Die werden vollautomatisch geerntet und direkt in den Anhänger geschüttet. Ich schaffe es schon kaum sie unbeschädigt vom Billa heim zu bringen und hier werden die so verarbeitet. Vielleicht wird es ja auch nur Tomatensauce und Ketchup….



Ansonsten gibt es von der Strecke nichts zu berichten – wieder mehr Ort und deswegen auch mehr Verkehr – sonst nichts erwähnenswertes.






In Badajoz, wo ich heute übernachte gibt es vor allem eine alte Festung, von der man über die Stadt sehen kann. Badajoz hat immerhin rd. 150.000 Einwohner und ist somit die mit Abstand größte Stadt seit Valencia.








Alle Fotos von heute gibt es hier:


Tourdaten:
Gesamtkilometer Reise: 3.064 km
Tageskilometer: 111,5
Durchschnittsgeschwindigkeit: 30,4 km/h
Höchstgeschwindigkeit 42,2 km/h

(zwar die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit heute – dafür die geringste Höchstgeschwindigkeit aller 20 Etappen)




Ausblick:

Morgen fahre ich nach Évora. Évora liegt bereits in Portugal, womit ich morgen die 5. und letzte Landesgrenze meiner Reise überfahren werden. Jedoch werde ich nicht nur eine Landesgrenze überqueren sondern auch eine Zeitzonengrenze. Ab morgen Nachmittag ist es bei mir eine Stunde früher als daheim. Mit war das ehrlich gesagt bis vor ein paar Tagen als ich den Rückflug gebucht habe nicht klar. Ich hatte mich nur über die Uhrzeiten und die Flugdauer gewundert. Wenn man die Sonnenaufgangszeiten hier ansieht macht es aber auch Sinn. Hier in Badajoz wird die Sonne morgen erst um 7:46 aufgehen, dafür ist Sonnenuntergang erst um 21:16.
Es hat etwas von Winterfeeling wenn ich wie gewohnt um 6:00 aufwache und es ist komplett dunkel…

Etappendaten:
Tageskilometer: 102 km
Höhenmeter aufwärts: 1.007 m (im Vergleich zu heute wieder richtig viel)
Höchster Punkt: 475 m