Donnerstag, 20. August 2015

20. Etappe: Don Benito - Badajoz

Etappe Nr. 20 ist nun auch schon vorbei. Ein Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich nach der 2. Etappe komplett nass in Kärnten angekommen bis. Oder nach der 6. – wieder nass – in Genua. Aber immerhin ist mir dies seit dem nicht mehr passiert. Mal schauen, ob dieses Glück bis zum Ende anhält.

Heute war die erste kürzere Etappe, da ich mich ja entschieden habe nicht wie bisher alle 4 Tage eine Pause zu machen, sondern bis Lissabon durch zu fahren (7 Tage ohne Pause) und dafür nur mehr knapp über 100 km die letzten Tage zu fahren.

Die Strecke war also heute keine echte Challange mit nur 111 km. Aber wenn es die Strecke mal nicht ist, lasse ich mir eben etwas einfallen damit es doch wieder anstrengend wird ;-) .

Ich wusste, dass ich heute den 3.000. Reisekilometer überschreiten würde. Da es – entgegen der Wettervorhersagen – mehr oder weniger windstill war ging es von Beginn an gut voran. Warum also nicht einmal versuchen die 111 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h zu fahren. Und schon war die Challenge wieder da.

Meine bisherige höchste Durchschnittsgeschwindigkeit waren 27,5 km/h – und das teilweise mit Rückenwind. 30,0 km/h (fast 10% mehr) wären also schon einiges mehr. Und das ausgerechnet an einem der heißesten Tage.
Mein Tachothermometer zeigte wieder über 40°C. Nach bereits 3:40 Minuten erreichte ich mit durchschnittlich 30,4 km/h Badajoz. Dieses Ziel es zumindest auf einer Etappe zu schaffen war also auch erreicht, so dass ich morgen wirklich einmal gemütlich fahren kann. Nach all diesen langen Etappen kommen mir 110 km vor wie eine Nachmittagstour. Es ist – zumindest für mich – ein deutlicher Unterschied, ob 50 km, 100 km oder über 150 km.



Jetzt ist es schon einige Tage her, dass ich etwas über die Landschaft berichten konnte. Die letzten Tage war es eher „so wie gestern“. Daran hat sich auch heute nichts geändert – einzige Änderung waren die angebauten Produkte auf den Feldern. Hier sind es jetzt Paradeiser, die überall wachsen. Es scheint, dass sich hier jede Region auf ein Produkt spezialisiert hat.

Was ich allerdings nicht wusste. Die werden vollautomatisch geerntet und direkt in den Anhänger geschüttet. Ich schaffe es schon kaum sie unbeschädigt vom Billa heim zu bringen und hier werden die so verarbeitet. Vielleicht wird es ja auch nur Tomatensauce und Ketchup….



Ansonsten gibt es von der Strecke nichts zu berichten – wieder mehr Ort und deswegen auch mehr Verkehr – sonst nichts erwähnenswertes.






In Badajoz, wo ich heute übernachte gibt es vor allem eine alte Festung, von der man über die Stadt sehen kann. Badajoz hat immerhin rd. 150.000 Einwohner und ist somit die mit Abstand größte Stadt seit Valencia.








Alle Fotos von heute gibt es hier:


Tourdaten:
Gesamtkilometer Reise: 3.064 km
Tageskilometer: 111,5
Durchschnittsgeschwindigkeit: 30,4 km/h
Höchstgeschwindigkeit 42,2 km/h

(zwar die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit heute – dafür die geringste Höchstgeschwindigkeit aller 20 Etappen)




Ausblick:

Morgen fahre ich nach Évora. Évora liegt bereits in Portugal, womit ich morgen die 5. und letzte Landesgrenze meiner Reise überfahren werden. Jedoch werde ich nicht nur eine Landesgrenze überqueren sondern auch eine Zeitzonengrenze. Ab morgen Nachmittag ist es bei mir eine Stunde früher als daheim. Mit war das ehrlich gesagt bis vor ein paar Tagen als ich den Rückflug gebucht habe nicht klar. Ich hatte mich nur über die Uhrzeiten und die Flugdauer gewundert. Wenn man die Sonnenaufgangszeiten hier ansieht macht es aber auch Sinn. Hier in Badajoz wird die Sonne morgen erst um 7:46 aufgehen, dafür ist Sonnenuntergang erst um 21:16.
Es hat etwas von Winterfeeling wenn ich wie gewohnt um 6:00 aufwache und es ist komplett dunkel…

Etappendaten:
Tageskilometer: 102 km
Höhenmeter aufwärts: 1.007 m (im Vergleich zu heute wieder richtig viel)
Höchster Punkt: 475 m




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