Bei nur knapp 20° (ich hatte die dünne Jacke angezogen) ging es los und auf den ersten 30km wurde es immer nasser. Die LKW, die am Vortag noch so zahlreich unterwegs waren, sind nun zum Glück für 2 Tage verschwunden, dafür waren viele Traktoren unterwegs und die Straßen daher nicht nur nass sondern schmutzig (es spritzt mich dann nicht nur das Wasser sondern auch der Schlamm an). Es war Zeit die neuen Überschuhe auszuprobieren; und - viel besser. Nicht so filigran, dafür schön warm aber auch nicht wirklich wasserdicht. Jedenfalls besser als ohne.
Frühstück gab es dann vor einen Supermarkt, der erst um 8:30 (eigentlich - um 8:40 standen immer noch alle vor der Tür).
Mal regnete es etwas mehr, dann wieder weniger aber insgesamt war es die ganze Zeit über nicht angenehm (knapp 20°C und teilweise jetzt auch Gegenwind)
Nach einiger Zeit im Regen schauen die Packtaschen dann übrigens so aus:
Das Gummiding in der Mitte ist nicht mein alter Schlauch. Ich habe es auf der 3. Etappe gefunden und dachte es als Gepäckträgerschutz (die Taschen klappern bei Unebenheiten immer gegen den Gepäckträger) verwenden zu können. Tatsächlich passt es aber so perfekt als Spanngummi wenn man etwas befestigen will und es hält mir das Wasser ergänzend zum "Ass-Saver" vom Rücken fern, dass ich es jetzt so lassen werde.
Von den Straßen her wechselten sich SS mit SR und SP ab.
Und dann kam das was ich überhaupt nicht gebrauchen konnte:
Es fing richtig stark an zu regnen. Ich konnte mich gerade noch unter ein Vordach retten, kam aber auch leider nicht zu dem nur rd. 100 Meter entfernten Restaurant. Da stand ich nun 15 Min eh schon nass bei 17°C unter dem Vordach und wartete. In einer kurzen Phase leichteren Regens dann schnell zum Restaurant gesprintet und dort abgewartet (1 Std).
BTW; Es ist gar nicht so leicht mit einem Dyson Handtrockner das Trikot, dass man angezogen hat zu trocknen ;-) . Da hätte ich mir einen herkömlichen Dandryer gewünscht und keinen neumodischen Dyson....
Irgenwann habe ich es dann gewagt und war 3 Min später wieder komplett nass - so stark regnete ist. Eigentlich sind die ersten Meter, auf denen man nass wird am schlimmsten. Wenn man erst einmal nass ich und man sich gewöhnt hat geht es eh.
Es ging wieder in die Berge - eigentlich einen schöne Landschaft, ich konnte aber nur 3 Fotos während des Regens machen weil ich alle elektronischen Geräte (außer meinem waterproof Tacho) in den wasserdichten Taschen verstaut hatte:
Nach einer halber Stunde als es wirklich steil wurde hatte der Regen zum Glück nachgelassen (hing scheinbar hinter mir in den Bergen fest).
Wenn man dann den höchsten Punkt erreicht hat und die Abfahrt beginnt und man in der Ferne schon das Meer sieht ist der ganze Ärger über den Regen wieder vergessen:
Danach ging es nur mehr bergab bis nach Genau hinein, wo dann auch der Verkehr wieder zurück kehrte:
Es ging am Hafen vorbei, wo ich folgendes entdeckte. Ungewöhnlich wenn man es sonst nur aus dem Fernsehen kennt:
Am Abend dann noch ein wenig die Stadt angesehen:
EDIT: Gestern Abend hatte ich vergessen den Link zu Galerie einzufügen:
Link zur Galerie von Etappe 6
Tourdaten:
Gesamt km Reise: 960 km
Streckenlänge gefahren: 159,3 km
gefahrene Zeit: 6:19 h
Durchschnittsgeschwindigkeit 24,6 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 56,2 km/h
Ausblick:
Die 7. Etappe führt mich von Genua nach Ospedaletti. Die Unterkunft habe ich bereits gebucht - muss dort also hin. In der Gegend ohne vorher zu buchen haben wir vor 3 Jahren einmal versucht. Daher bin ich vorgewarnt.
Streckenlänge: 150 km
Höhenmeter aufwärts: 507m
Höchster Punkt: 103m
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