Mittwoch, 5. August 2015

9. Etappe: Besse sur Issole - Arles

Meinen Post zur 8. Etappe hatte ich damit begonnen, dass es harte Arbeit war, heute war es eher einfach. Zu Beginn ging es noch ein wenig auf und ab, später dann nur mehr gerade aus.





Zum Wetter schreiben ich jetzt nichts mehr denn es ist so wie gestern und so wie es die nächsten Tage sein soll. knapp 35° und Sonne den ganzen Tag.




Im Gegensatz zu Montag kam ich heute gut voran; keine Städte bedeutet keine Ampeln, so dass ich um 11 Uhr schon fast 60 km geschafft hatte.

Ich hatte schon einige Male vor mir bei einem Fahrradgeschäft mit einer ordentlichen Luftpumpe wieder etwas mehr Luftdruck zu holen denn mit meiner kleinen Pumpe wird das einfach nichts. Und zufällig lag am Weg wieder ein Fahrradgeschäft. Es gab Powerbar Gel, einen neuen leichten Schlauch und einen extrem netten Verkäufer, mit dem ich mich dann sicherlich 1/2 Stunde über meine Tour, seine Räder und die Eigenheiten der französischen Fahrradkunden unterhalten habe.
Er hatte dann auch noch die passenden Schrauben für meine Tasche und gab mit gleich noch ein paar Ersatzschrauben dazu.




Den Luftdruck hätte ich BTW vorher schon einmal erhöhen sollen am Hinterrad hatte ich noch 4,0 bar, am Vorderrad überhaupt nur 3,5 bar (7 bar sollten es sein). Mit mehr Luftdruck rollte es sich doch gleich besser den Berg hinauf.

Im letzten Augenblick sah ich im vorbei fahren etwas, dass ein Supermarkt sein könnte. Eigentlich wollte ich bis zu Pause warten mein Wasser wieder aufzufüllen aber es war einen gute Entscheidung doch stehen zu bleiben. Und wo ich schon einmal dort war gab es dann auch gleich noch ein Cola und ein Jogurt (mein Mittagessen im Endeffekt - auch wenn es so nicht geplant war). Diese Straße war nämlich der Beginn einer recht einsamen Gegend. Die folgenden 60 Kilometer kam ungefähr überhaupt nichts mehr außer der Straße, Steinen und ein paar Bäumen, die aber 1. zu klein und 2. zu weit weg von der Straße waren, um mir Schatten zu bieten.

Ich war heute recht froh teils auch auf größeren Straßen zu fahren denn im Gegensatz zu Italien haben diese hier einen recht breiten Seitenstreifen, der glatt und sauber ist und daher wie ein Radweg funktioniert. 








Da mich mein Windglück etwas verlassen hat (teils Seitenwind und sonst Gegenwind) auch nicht ganz unentscheidend etwas mehr Abstand zu vorbei fahrenden LKW zu haben. Bei Seitenwind wird man sobald sie neben einem sind, geradezu von diesen angesaugt, so dass ich permanent aufpassen muss und vorbereitet sein muss.

Die Nebenstraßen waren heute nicht so ganz dankbar. Es war ein ca. 15 km langes Teilstück dabei, auf dem sie scheinbar grobe Kieselsteine als oberste Schicht im Asphalt verwenden haben. Es war so rauh, dass das Rad die ganze Zeit entsetzlich schepperte und ich wieder einmal froh war ein Cyclocross als Basis verwendet zu haben und kein Rennrad. Ich bin schon so manches Mal etwas unachtsam durch Schlaglöcher gefahren - da wäre ein Rennrad vielleicht nicht so gut heraus gekommen.





Zum Schluss folgte eine Allee, die zwar nett aussieht, durch die Wurzeln der Bäume aber so wellig war, dass ich schon über die Kieselstraße glückloch gewesen wären. Zusammen mit dem Wechsel aus Licht und Schatten ist mir ein paar Mal fast der Lenker aus der Hand geflutscht bei großen Wurzeln.




Sonst keine Highlights heute - ich war bereits um kurz nach 16 Uhr in Arles (sehr einfaches Hotel heute - wusste gar nicht, dass es solch alte Dinger überhaupt noch gibt) und konnte mir die Stadt ansehen.








Das Internet im Zimmer ist jämmerlich - so stehe ich jetzt vor dem Hotel, den Laptop auf aufgestapelten Sesseln abgestellt und lassen mich von den Gelsen zerstechen.

Fotos gibt es wie immer hier:

Link zur Galerie von Etappe 9.

Tourdaten:

Gesamt km Reise: 1.448 km
Streckenlänge gefahren: 152,2 km
gefahrene Zeit: 5:51 h
Durchschnittsgeschwindigkeit 26,0 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 52,5 km/h






Ausblick:

Morgen fahren ich wieder ans Meer und dann bis Narbonne. Die Bilder im Internet schauen genial aus. So ganz traue ich der Route noch nicht - das schaut teilweise aus als würde ich über den Strand fahren....

Daten der Route:

Streckenlänge: 171 km (eigentlich wollte ich nicht mehr als 155 am Tag fahren - aber da war nix am Weg zum Übernachten -> Narbonne

Höhenmeter aufwärts: 182m
Höchster Punkt: 45m



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