Mittwoch, 19. August 2015

19. Etappe: Almadén - Don Benito

In Italien bedeutete "flach" auch wirklich flach. Hier in Spanien ist es, wenn es in der Planung flach aussieht eher wellenförmig.

Auch wenn ich heute weniger als 130 km fahren musste tat ich mich schwer. Es ist einfach extrem kraftraubend wenn es immer ein paar Meter aufwärts geht, dann wieder etwas hinunter, was aber nicht ausreicht, um sich zu erholen und dann wieder aufwärts.

Vielleicht lag es auch daran, dass ich gleich zu Beginn eine Steigung hatte aber meine Beine waren heute Müde. Die Landschaft ist wie gestern und vorgestern und.... Allerdings gibt es hier kaum noch Landwirtschaft. Es wurde dieser bergiger und steiniger.

Wie man auch an den Fotos sieht - viel mehr als einige (oder war es vielleicht nur ein einziger verzweigter) Seen gab es heute eigentlich nicht zu sehen.







Dieser war zwar interessant anzusehen weil ich so etwas auf meiner bisherigen Tour nicht gesehen hatte aber irgendwie war diese Gegend trostlos. Der See war wohl eine Art Stausee, den man in diesem Tal aufgestaut hatte. Zumindest schauten immer wieder Bäume aus dem Wasser, die sicherlich nicht im See gewachsen sind. Es wirkte aber alles so tot. Es gab nur ein paar Olivenbäume und sonst nur Erde und Steine. Ein paar kleinere Orte, in denen auch kaum Leben war und das war es dann schon

Und nun wieder etwas Neues in Spanien: Die Straße war für ein kurzes Stück eher schlecht. Eigentlich ja nichts besonders - wenn es nicht das erste Mal seit so vielen Kilometern gewesen wäre, wäre es mir wahrscheinlich nicht einmal aufgefallen.



So langsam glaube ich den Höhenmeterangaben beim Routenplaner auch etwas mehr. Es sind zwar keine elendig langen Anstiege hier aber eben immer wieder auf und ab.

Meine Mittagspause machte ich kurz nach dem höchsten Punkt - danach sah es eher "flach" aus. Aber wie schon zu Beginn festgestellt ist flach dann hier doch nicht so flach.

Die Straße schien irgendwie auf dem jeweils höchsten Punkte der Umgebung entlang zu führen. So hatte ich zwar immer wieder einen grandiosen Ausblick über gefühlt halb Spanien - warum die Straße aber nicht einfach im Tal gebaut wurde, wurde mir aber nicht klar.




Zumindest die Hotelwahl war dieses Mal genau richtig (wobei ich eigentlich nie Pech hatte) denn es gibt einen Pool. Bei über 35°C, die es heute hatte genau das richtige.
Mein Tacho ist zwar immer etwas zu warm - aber selbst bei der Mittagspause zeigte er 37°C. Das folgende Foto ist während der Fahrt aufgenommen:




An dieser Stelle noch eine Empfehlung fürs Essen. Ist zwar mehr wie ein Imbiss aber die Pizza fand ich vorgestern echt gut: Telepizza. Gibt es hier in Don Benito aus und deshalb werde ich dort hingehen.

An die Restaurant Öffnungszeiten habe ich mich hier immer noch nicht so recht gewöhnt. Oder überhaupt die Öffnungszeiten. Mittags - bzw. eigentlich eher den gesamten Nachmittag sperren sie zu. Die Restaurants öffnen im besten Fall um 19:30 - viele gar erst um 20:30 oder später. Richtig voll ist es meist erst um 22 Uhr.

Alle Bilder gibt es hier - schauen aber recht ähnlich aus:
(An dieser Stelle noch einmal der Hinweis - ich mache fast alle Fotos während der Fahrt - daher sind sie hin und wieder etwas schief oder nicht das fokussiert, was ich eigentlich wollte)

Link zur Galerie von Etappe 19


Tourdaten:

Gesamtkilometer Reise: 2.952 km
Tageskilometer: 128,3 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 24,5 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 60,0 km/h
Fahrzeit: 5:13






Ausblick:

So langsam werden meine Etappen immer kürzer. Nachdem es heute schon nur 127 km waren, werden es morgen nur mehr 111 km sein. Die Tage danach nur mehr um 100 km. Allerdings war meine Vorstellung, die ich von Spanien bzgl. Höhenmetern hatte nicht ganz richtig. Einige Tage zuvor hatte ich geschrieben, dass die Hälfte der Strecke schon erledigt ist, die Höhenmeter sowieso. Wenn ich jetzt an die vergangene Tage zurück denke und das mit den Höhenmetern zu Beginn vergleiche, waren die meisten Höhenmeter wohl eher hier in Spanien.

Da hatte ich mich vor 5 Jahren in Italien schon einmal getäuscht, als ich dachte Italien hat im Norden Berge, danach eher flach. Tatsächlich besteht Italien (von der Po-Ebene abgesehen) mehr oder weniger nur aus Bergen. Und diese ziehen sich den gesamten Stiefel hinunter. So habe ich mich wohl auch bei Spanien getäuscht als ich dachte, dass nach den Höhenmetern von der Küste weg nichts mehr kommen würden.

Morgen werden es wohl tatsächlich etwas weniger sein, übermorgen geht es aber wieder hinauf und erst am letzten Tag ist es wirklich aus. 

Für morgen führt mich die Route über Mérida nach Badajoz. Badajoz sollte recht sehenswert sein - ich bin gespannt.


Tourkilometer: 111 km
Höhenmeter aufwärts: 533 m
Höchster Punkt: 301 m




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