Freitag, 14. August 2015

15. Etappe: Peniscola - Valencia

Die Nacht war wie erwartet nicht optimal. Erst hatte ich das Fenster offen gelassen aber da schauten mir die später heim kommenden anderen Gäste direkt ins Bett. Bei geschlossenen Fenster und geschlossenen Vorhängen war es wieder zu warm. Also Kompromiss - Fenster auf - Vorhang zu.

Mein Versuch ein Frühstück zu bekommen scheiterte. Um 7:30 ist in dem ganzen Ort wirklich nichts offen. Aber zumindest war der Ausblick schön:





Ich startete heute also etwas früher und wollte unterwegs frühstücken. 

Über eine kleinere Straße gelangte ich wieder auf die N-340, auf der ich schon die vergangenen 2 Tage unterwegs war. Ich mag diese Straße eigentlich weil man gut voran kommt und einen schönen Randstreifen hat. Zwei Nachteile gibt es jedoch: 1. Sie führt nicht unbedingt durch urbane Gebiete, sondern eher um alles außer herum. So wurde aus meinem Frühstück ein Mittagessen weil am Weg einfach nichts geeignetes zu finden war. 2. sind auf dem Randstreifen immer mal wieder Reflektoren, die den Fahrbahnrand markieren sollen montiert. Diese sind aber nicht auf der weißen Linie sondern etwas willkürlich auf dem Seitenstreifen. Und wenn ich in Gedanken einfach nur gerade aus fahre und nicht direkt auf das, war vor mir ist schaue poltere ich immer wieder recht unsanft über diese Reflektoren.

Die Landschaft war einigermaßen Abwechslungsreich, insgesamt aber eine Route die durch eher einsame Gegenden führte bzw. Industriegebiete.









Bis auf einen kurzen Teil zum Schluss ging es daher den ganzen Tag auf nur einer Straße Richtung Süd-Südwest. In der Früh hatte ich einmal wieder Glück mit dem Wind - auch das war ein Grund warum ich das Frühstück nach hinten verschoben habe. Denn immer wenn ich bisher angehalten habe, hat danach der Wind gedreht. Also lieber weiterfahren. Zum Ende meiner Etappe kam dann auch der Gegenwind zurück. Hier war ich dann für einige Kilometer auf einer kleineren Straße unterwegs, die durch die Orangeplantagen führten. Neben Orangen werden hier eigentlich nur Melonen angebaut.




An der Durchschnittsgeschwindigkeit (27,5 km/h) sieht man, dass ich wieder mehr Rückenwind hatte als die Tage davon und es wieder weniger Höhenmeter waren.

Und damit nicht genug; Reifenpanne Nummer 3. Dieses mal war es ein Dorn:





Zumindest gab es am Straßenrad einen Fahrradhalter (in Hintergrund ein Orangenbaum).




Danach bis nach Valencia keine Highlights mehr. Bei der Stadtdurchfahrt bis zu meinem Hotel war ich wieder extrem begeistert. Der erste Eindruck von Valencia war überwältigend. Ich hatte mich einmal wieder überhaupt nicht im Voraus informiert. Erst beim Schreiben dieses Posts habe ich nachgesehen wie groß Valencia überhaupt ist. Mit knapp 800.000 Einwohnern + einer Million zusätzlich im Großraum ist es hier deutlich größer als ich gedacht hatte (LINK).

Nachdem mich das Pumpen mit meiner kleinen und schon sehr alten Pumpe jedes mal stresst (und mehr als 5 Bar schaffe ich einfach nicht) habe ich mir einen Adapter gekauft, um an Tankstellen Luft zu holen (ich habe am Rad keine Autoventile sondern Sclaverand - mit dem Adapter kann ich in jeder Autowerkstatt/Tankstelle Luft holen - und von denen gibt es hier deutlich mehr. Hoffentlich schafft der Kompressor dann auch 7 Bar). Da morgen Feiertag ist (wie in Ö auch) musste ich alles heute erledigen. Man sprach zwar kein Englisch, hatte aber das ganze Geschäft voller österreichischer Räder (KTM - zumindest die Marke ist aus Ö - Eigentümerin ist wohl schon fast 20 Jahre eine Taiwanesin (Wikipedia Link)

Mein erster Eindruck von Valencia wurde nicht enttäuscht - morgen schaue ich mir das dann noch einmal genauer alles an:









Alle Bilder gibt es hier:

Link zur Galerie von Etappe 15

Tourdaten:


Gesamtkilometer Reise: 2.334 km
Tageskilometer: 144,4 km + 6 km Ventiladapter kaufen
Durchschnittsgeschwindigkeit: 27,5 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 58,6 km/h
Fahrzeit: 5:14

Die GPX Files gibt es wie in dem vorigen Post angekündigt hier - der von Etappe 15 wurde bereits hinzugefügt:

Link zu Google Drive GPX Files





Ausblick:

Stadt anschauen - die Planung der nächsten Etappe folgt dann morgen.

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