Beim Blick heute früh aus dem Fester war ich etwas überrascht. 1. Hatte ich gestern am bei aus dem Fenster schauen die Kathedrale übersehen (und dabei hatte ich sogar meine Hose zum Trocknen aufgehängt) – naja – die kann man ja auch leicht übersehen….
2. der Himmel war voller Wolken. Was ist denn da los?
Südfrankreich mit Steiermark Wetter? Die Wettervorhersage sagte bedeckt aber
kein Regen – immerhin. So startete ich bei 27°C wieder auf diesen netten
kleinen Straßen. Ein wenig Bedenken hatte ich wieder aber gestern hat es ja
auch ganz gut funktioniert. Es ging vorbei an dem was ich gestern als Sumpf
bezeichnet habe (es sind aber eher große Seen – zumindest ist Wasser drin) und
an einem Kanal entlang. Das Schild „Sackgasse“ ignorierte ich einfach denn das
gilt sicher nur für Autos… Und da es an einer Bahnstrecke entlang geht wird es
schon nicht plötzlich aus sein – dachte ich. Nach einigen Kilometern Fahrt
wurde es immer schmaler und außer einem Damm für die Bahn war gerade noch mein
Weg (für eine Straße war der Belag schon zu schlecht) vorhanden und sonst links
und rechts nur Wasser. Und dann zweigte die Bahn nach rechts ab, ich musste
aber nach links. Kein Problem bis: geschlossener Schranken.
Nun war es auch nur mehr ein schmaler Schotterweg aber alles
zurück wollte ich auch nicht -> weiter.
Erst so:
Dann so:
Und irgendwann so:
Mein Navi half mit nun auch nicht mehr weiter – außer dass
wirklich überall außen herum Wasser war.
Auf Google Maps schaut das dann so aus:
Der Weg war offensichtlich schon länger nicht mehr befahren.
Ich fuhr nämlich die ganze Zeit durch dichte Spinnenweben:
Hätte ich mir nur gestern die Route genauer angesehen…
Da musste ich nun durch und fuhr einfach immer weiter auf
einige Gebäude zu, die ich aus der Entfernung sehen konnte. Offenbar aber auch
schon länger verlassen:
Danach folgte eine Strecke, die mir mit dem Mountainbike
sicher Spaß gemacht hätte, so war es eher mühsam – insbesondere als noch Sand
dazu kam.
Irgendwann erreichte ich dann aber zumindest wieder einen
grob befestigten Weg und danach eine Straße. Heute fahre ich sicher keine Wege
mehr, die nicht asphaltiert sind – dachte ich.
Um nicht wieder auf so einen Schleichweg zu gelangen musste
ich nun einen größeren Umweg in Kauf nehme. Aus den 160 km sollten so 170 km
werden.
Ich stieß nach einiger Zeit wieder auf meine ursprünglich
Route, die zur Küstenstraße, die ich unbedingt fahren wollte, führen sollte.
Doch nicht ohne vorher noch eine Mountainbike Strecke fahren zu müssen. Dieses
Mal war es nicht nur schmal sonst steil bergauf und noch viel steiler (das wäre
selbst mit Downhill Rad eher nichts geworden.
Eigentlich sollte hier jetzt ein Foto sein. Mein Laptop ist beim Kopieren der Fotos aber abgestürzt und jetzt lassen sich einigen Fotos nicht öffnen und auf der Kamera sind sie schon nicht mehr... Daher leider vorerst keine Fotos
Endlich auf der Küstenstraße ging es auf und ab. Nach einem
Ort rauf, um eine Kurve und wieder hinunter. Das Wetter, das ich mir in der
Früh gewünscht hatte war nun zurück. Sonne bei über 30°C, was das Hinauffahren
steiler Straßen nicht unbedingt leichter machte.
Nur damit man einen Eindruck hat wie es hin und her und auf und ab geht hier ein Detail vom GPS log zur Route und den Höhen:
Und gerade auf halber Strecke
einen Berg hinauf bemerkte ich, dass das Hinterrad weich wurde. Ich verlor
schon wieder Luft. Nicht so schnell wie vor ein paar Tagen aber viel Druck war
nicht mehr da. Am Berg reparieren wollte ich nicht also etwas nachpumpen und
weiter.
Es war nun schon fast 15 Uhr und gegessen hatte ich noch nichts. In Frankreich gibt es um die Zeit leider auch nichts zu essen – nicht einmal ein Sandwich. So musste ich also weiter fahren (und immer wieder pumpen) und mein Wasser ging mir auch noch aus. Ich dachte schon darüber nach, ob ich nicht einmal auf einem Parkplatz an der Küstenstraße jemanden nach Wasser fragen sollte als plötzlich in einem kleinen Ort irgendwo am Berg etwas auftauchte: Ein Lidl!!! So langsam wird mir dieses Geschäft sympathisch.
Es war nun schon fast 15 Uhr und gegessen hatte ich noch nichts. In Frankreich gibt es um die Zeit leider auch nichts zu essen – nicht einmal ein Sandwich. So musste ich also weiter fahren (und immer wieder pumpen) und mein Wasser ging mir auch noch aus. Ich dachte schon darüber nach, ob ich nicht einmal auf einem Parkplatz an der Küstenstraße jemanden nach Wasser fragen sollte als plötzlich in einem kleinen Ort irgendwo am Berg etwas auftauchte: Ein Lidl!!! So langsam wird mir dieses Geschäft sympathisch.
Es ging wieder auf und ab und irgendwann nur mehr bergauf.
Am „Pass“ folgte die alte Grenzstation und danach dann auch offiziell die
Landesgrenze:
So schaut übrigens ein Hang aus, auf dem vor einiger Zeit
der Wald gebrannt hat:
Im nächsten Ort gab es dann auch etwas zu essen (Spanier
sind mit der Zeit offenbar nicht so kleinlich) und ich hatte Zeit meinen
Luftverlust zu untersuchen.
BTW: Vorher hatte sich am Hinterrad schon wieder eine
Speiche gelöst. Da muss ich jetzt einmal ein wenig über Stevens schimpfen denn
bei einem ordentlich gebauten Hinterrad sollte so etwas nicht passieren. Und so
dramatisch ist die Belastung sicher nicht. Mit Packtaschen und dem was ich am
Körper trage kommen nicht einmal 80 kg zusammen. Das ist noch innerhalb der
Grenze für richtige Leichtbauteile. Und Leichtbau sind de 1900g Laufräder nun
wirklich nicht – ganz im Gegenteil (das einzige was ich an dem Rad auch nicht
besonders gelungen finden – von den bleischweren Centerlock Bremsscheiben
einmal abgesehen). Da muss ich einmal in
Barcelona nachschauen, ob ich eine Lösung finde.
Und der Reifen sah nicht gut aus. Zahlreiche Schnitte auf
der Lauffläche, die Seitenwand teilweise angescheuert,… Das Loch war dann auch
schnell gefunden und dank dem vor 2 Tagen gekauften Ersatzschlauch schnell
repariert. Aber mit dem Reifen müsste ich mir etwas einfallen lassen denn das
geht nicht mehr lang gut.
Da trifft es sich gut, dass ein Freund von mit Mitinhaber
eines Bike Geschäfts am Neusiedler See ist.
So kann ich mir morgen noch genau den passenden Reifen +
Schlauch nach Barcelona mitbringen lassen.
Auch nach der Pause ging es weiter auf und ab. Es boten sich
wunderschöne Ausblicke aber in der Sonne mit dem schweren Rad ist es schon
anstrengend. Einen weiteren Schotterweg ließ ich aus -> weiterer Umweg und
erreichte kurz vor 19 Uhr L’Escala.
Den Ort kann man zusammenfassend schnell beschreiben mit
„der Lack ist ab“. Vor 40 oder 50 Jahren war das hier vielleicht schick, jetzt
ist es nur mehr alt. Über retro schon hinaus und für antik zu jung. Nicht nur
mein Hotel war so sondern irgendwie alles.
Ich hatte mir ein den Kopf gesetzt unbedingt heute noch im
Meer zu baden, was ich dann auch tat. Zum Abendessen war es mir zu spannend
mich noch mit den spanischen Spezialitäten auseinander zu setzen und da ohnehin
jedes Restaurant auch Pizza hat wurde es Pizza. Ich war begeistert von der
Preisgestaltung der Restaurants. So fand ich die 6,35 oder 8,05 schon irgendwie
ungewöhnlich. In manchen Restaurants wurde es dann aber noch detaillierter.
Man hätte es vielleicht noch wie an der Tankstelle machen
können mit einer 3. Nachkommastelle…
Tourdaten:
Gesamtkilometer Reise: 1.802 km
Tageskilometer: 173,7
Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,1 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 63,1 km/h
Fahrzeit: 7:29
Gesamtkilometer Reise: 1.802 km
Tageskilometer: 173,7
Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,1 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 63,1 km/h
Fahrzeit: 7:29
Ausblick:
Morgen geht es nach Barcelona. Meine letzte Etappe vor einer
längeren Pause. Auf Empfehlung aus einem Forum habe ich mir noch eine ganz
besondere Straße auf meine Route gelegt:
Danach sollte es dann eher unspektakulär nach Barcelona
gehen. Wobei ich schon gespannt bin wie es in spanischen Großstädten mit dem
Fahrrad ist. Italien und Frankreich waren mühsam.
Streckenlänge: 150 km
Höhenmeter aufwärts: 711m
Höchster Punkt: 244m
Streckenlänge: 150 km
Höhenmeter aufwärts: 711m
Höchster Punkt: 244m
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