Mittwoch, 5. August 2015

2. Pausentag: Besse sur Issole

Heute war Pausentag und entsprechend ist nicht viel passiert.
Ich hatte ja bewusst einen ruhigen Ort ausgewählt und bin in Wirklichkeit fast nur im Garten gesessen.

Link zum B&B, in dem ich wohne auf booking.com

An dieser Stelle einmal ein Status zum Blog. Ich bin überrascht wie viele Seitenaufrufe ich doch habe. Schließlich habe ich den Blog ja nur an Familie, Freund und ein paar Kollegen weiter gegeben.


Frankreich und Italien bin ich wahrscheinlich selber gewesen. Aber wer ist UK und USA? Bulgarien weiß ich ;-) TOP!

Zum heutigen Tag:

Mittags habe ich versucht etwas essen zu gehen. Versucht weil es um 14 Uhr nichts mehr gab. Um 15:30 konnte ich immerhin eine Packung Schokoladenkekse in einem Supermarkt kaufen.. Ich hatte zwar bedacht, dass ich nicht in Wien bin und es in solch kleinen Orten nicht alles geben könnte. Dass allerdings 4 Restaurants zwar geöffnet sind aber nichts zum essen (nicht einmal etwas kaltes oder ein Baguette) verkaufen wollen konnte ich ja auch nicht ahnen.

Die Pause heute war sehr angenehm. Auf den Fotos schaut das immer alles so easy aus - tatsächlich ist es für mich - ich bin ja eigentlich völlig untrainiert - teilweise schon anstrengend. 150 - 180 km sind dann auch nicht so wenig.
Und bis auf meine Grundkondition im Radfahren bin ich mit wenigen Kilometern auf dem Rad dieses Jahr einfach gestartet.

Und dass es anstrengend ist merkt man dann nach 8 Tagen doch. Vielleicht etwas überraschend für NIchtradfahrer: Der hintern tut kaum weh (immer erst zum Ende der Etappe), die Muskeln auch nicht - dafür hier und da anderes. Durch die eher sportliche Sitzposition muss ich mich mit den Händen recht stark abstützen und spüre es daher in den Händen. Die Fingerspitze fühlen sich daher immer leicht eingeschlafen an. Am linken Bein tut das Knie hin und wieder weh und am rechten Fuß die Achillessehne (heißt das so?).

Hier habe ich heute Voltaren bekommen, werde ich mir morgen in einer Apotheke auch einmal kaufen. Als ich heute dort war habe ich darauf vergessen und nur Augentropfen gekauft. Durch den starken Wind von der Seite hat mir 40 km vor dem Ziel jetzt schon 2 Mal das linke Auge angefangen zu brennen (ich nehme an weil zu trocken) Die Sonnenbrille (die ich eigentlich bei der letzten Bestellung nur mitbestellt habe, um Versandkosten zu sparen hat sich schon bezahlt gemacht) hilft da leider auch nicht mehr nach einer gewissen Zeit.

Am Abend war ich dann nicht ein einem Restaurant sondern die Gastgeber hatten mich zusammen mit der Familie zum Grillen eingeladen. Und wie klein die Welt ist stellte sich heraus als mir die Gastgeberin erzählte (sprach auch gut deutsch - wusste ich bis dahin aber nicht), dass sie ein Jahr in Wernigerode gelebt hatte. Kennen viele, die das lesen wahrscheinlich nicht, liegt aber nicht so weit von Braunschweig entfernt. Der Nachbar hier im Ort war für die französische Armee in Goslar. Später kamen dann noch andere Gäste aus Kolumbien dazu. Unglaublich nett und man erlebt mehr als wenn man alleine im Hotelzimmer sitzt. 

Fotos gibt es heute nur wenige:

Link zur Galerie vom 2. Pausentag





Ausblick:

Die 9. Etappe führt mich nach Arles. Der Ort soll sehr schön sein und liegt perfekt mit knapp unter 150 km in meiner Reichweite. An die Küste komme ich erst wieder in den Tagen danach.

Streckenlänge: 143 km
Höhenmeter aufwärts: 560 m
höchster Punkt 443 m



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