Samstag, 22. August 2015

22. Etappe: Évora - Lissabon ..... Ziel erreicht - Tour beendet

Nur kurz vorweg weil ich jetzt keinen kompletten Beitrag schreiben werde. Wird dann später/in den nächsten Tagen noch ergänzt

Ich habe mein Ziel Lissabon vor rd. einer Stunde erreicht, womit meine Radreise nun nach insgesamt 3.279 km in 28 Tagen - davon 22 Tage auf dem Rad - beendet ist.

Wir werden uns heute kurz Lissabon ansehen und dann eine Woche "echten" Urlaub an der Algarve machen.


Für die, die es nicht wissen oder wissen können: Wenn ich „wir“ schreibe - bzw. schon in Barcelona geschrieben habe – meine ich damit nicht mich und mein Fahrrad sondern meine Freundin, der ich unglaublich dankbar bin, dass sie zu keinem Zeitpunkt versucht hat mir diesen Plan – mir einen langjährigen Wunsch zu erfüllen – versucht hat auszureden oder etwas dagegen gehabt hätte. Immerhin bin ich nun doch - mit der Ausnahme Barcelona – genau 4 Wochen alleine unterwegs gewesen und habe dafür fast meinen gesamten Jahresurlaub aufgebraucht. 


Die Bilder von der letzten Etappe gibt es hier: (noch nicht alle hochgeladen)


UPDATE 20.10.2015:

Im ersten Satz habe ich geschrieben, dass ich diesen Beitrag in den nächsten Tagen ergänzen würde. Aus Tagen sind dann doch eher Monate geworden.... Der Vollständigkeit halber werde ich aber nun auch noch die 22. und letzte Etappe darstellen.

Ich hatte es am Vortag ja schon geahnt - der Reifen war mal wieder luftleer. Ich wollte den 1. Hinterreifen ja noch irgendwie über die Distanz retten und habe den Reifen daher von innen mit Isolierband geflickt. Hat leider nur mäßig funktioniert und die Fasern des Gewebes haben sich durchgescheuert und den Schlauch wieder aufgescheuert. 2 Lagen Isolierband sollten reichen für die letzten Kilometer.




Evora's Straßenbelag ist zwar sehr authentisch und nett anzusehen - für ein Rennrad aber völlig ungeeignet. Und nicht dass nur im Ort alles gepflastert ist - auch die Umgehungsstraße ist nicht asphaltiert....

Entgegen der Wettervorhersage hatte auch auch heute wieder strahlenden Sonnenschein. 




Leider wieder schlimmer Gegenwind. Ich hatte mir in der Früh Zeit gelassen, danach ja den Reifen repariert und dann gestartet in der Annahme zumindest 20 km/h im Schnitt fahren zu können. Je näher die Fährabfahrt kam umso mehr merkte ich, dass ich mir zuviel Zeit gelassen hatte. So wurde es nichts mit einergemütlichen Mittagspause und entspanntem Ausrollen auf den letzten Kilometern sondern ich musste noch einmal richtig Gas geben, um nicht zum Schluss noch die Fähre zu verpassen.


Und dann sah ich plötzlich in der Ferne tatsächlich Lissabon. Der Moment, auf den ich 4 Wochen lang gewartet hatte und der schlussendlich aber auch das Ende meiner Tour bedeuten sollte. Vor allem aber die Erleichterung, dass tatsächlich alles wie geplant funktioniert hatte.

Ich war nicht gestürzt, ich habe nichts verloren, es wurde nichts gestohlen, ich war nicht krank,... es hätte in 4 Wochen so viel passieren können aber alles war gut gegangen. Jetzt würde ich Lissabon jedenfalls irgendwie erreichen - und wenn es zu Fuß war.


Es folgten die letzten Kilometer bis zur Fähre. Nur passten die so überhaupt nicht in meine Vorstellungen - es war mehr ein verlassenes Gewerbegebiet, so dass ich schon zweifelte, ob ich überhaupt zur Fähre kommen würde oder ob ich mich bei der Tourplanung geirrt habe.



Aber tatsächlich - es gabe wie erhofft eine Anlegestelle, die ich nur 8 Minuten vor der Abfahrt der Fähre erreichte



Vor ein paar Tagen habe ich geschrieben, dass ich immer ein Bild im Kopf hatte mit der Fähre auf die am Berg liegende Stadt zu zu fahren. Und hierbei lag ich tatsächlich nicht daneben:






Dann war es tatsächlich geschafft - ich hatte Lissabon mit dem Rad erreicht:



Jetzt waren es nur mehr wenige Kilometer durch die Stadt bis tatsächlich Schluss war.






Und dann wurden aus Kilometern die letzten Meter (aufgenommen vom Empfangskomittee ;-) )






Link zur Galerie von Etappe 22

Tourdaten:

Gesamtkilometer Reise: 3.279 km
Tageskilometer: 111,4
Durchschnittsgeschwindigkeit: 25,1 km/h
Höchstgeschwindigkeit 50,3 km/h






Ausblick:

Nach einer Nacht in Lissabon (Hotel Jupiter - falls einmal jemand ein Hotel in Lissabon sucht - nah bei einer Ubahn gelegen und erst im August 2015 eröffnet mit extrem freundlichem Personal: http://www.jupiterlisboahotel.com/en/jupiter-lisboa-hotel ) geht 5 Tage nach Albufeira

Ich hatte das Hotel bereits eine Woche vorher per Email gebucht, um eine Möglichkeit zu finden das Fahrrad in Lissabon zu lassen, um es nicht noch zusätzlich in den kleinen Mietwagen stecken zu müssen. 

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