Nachdem ich bereits in der Früh in St Veit meine Unterkunft für diese Nacht gebucht hatte, konnte ich nicht abkürzen und war damit etwas unter Druck und musste hoffen nicht wieder irgendwo in den Regen zu kommen.
Da war es nicht optimal, dass weder meine Schuhe, noch meine Hose vollständig getrocknet waren (die Hose hatte ich im Waschbecken gewaschen - die Schuhe waren regennass) und ich 20 Minuten föhnen musste bevor ich starten konnte.
Meine Fahrt begann dann bei stark bewölktem Himmel und knapp 20°C. Nicht gerade das was ich mir für einen Sommerurlaub vorstelle aber immerhin war die Straße trocken und es regnete nicht. Ich habe wieder das Streckenprofil "kürzere Route" gewählt gehabt, was sich leider rächen sollte. Nachdem ich mich nach 15 km auf der recht stark befahrenen B94 auf einer Nebenstraße einen Berg hinauf gequält habe endete mein Route auf einer unbefestigten Straße. Ich hatte gestern extra die Route noch im Detail geprüft, dieses Stück aber scheinbar übersehen. Also bin ich nicht querfeldein geradeaus sondern abgebogen und zum Schluss ein paar km nachdem ich die B94 verlassen hatte, wieder auf diese gestoßen.
Kurz vor dem Ossiacher See bin ich dann wieder auf eine kleinere Straße abgebogen und die südliche Straße am Ossiacher See entlang gefahren. Ich hatte keine Ahnung wie lang dieser See ist...
Über Villach und Arnoldstein erreichte ich dann die italienisch Grenze (für das Foto mit dem "Italien" Schild musste ich noch einmal umdrehen. Die übrigen Fotos sind nahezu alle während der Fahrt aufgenommen - daher teilweise auch etwas schief) - bei dem Grenzschild gelang mir das aber nicht (3 verwackelte Versuche und dann war ich schon vorbei), so dass ich noch einmal zurück musste und stehen geblieben bin.
Nach dem Mittagessen in Tarvisio (höchster Punkt für heute) ging es ziemlich lang nur mehr bergab. Da waren auch die zahlreichen Tunnel - so kam auch mein Vorder- und Rücklicht einmal zum Einsatz - nicht ganz so dramatisch. Wenn möglich habe ich mich in den Windschatten eines LKW gehängt um möglichst schnell durch den Tunnel zu kommen. Erst jetzt habe ich gemerkt wie sehr ich die ersten 2 Tagen eigentlich bergauf gefahren bin.
Parallel zur Autobahn und zur Bundesstraße (auf der ich unterwegs war) gibt es noch eine ehemalige Bahnstrecke, die zu einem Radweg umgebaut wurde. Da ich aber nicht sicher war, ob diese wirklich durchgehend asphaltiert ist, bin ich vorsichtshalber auf der Bundesstraße geblieben. Diese ist war stark befahren aber bergab war mir das lieber als die Bahntrasse wieder rauf weil plötzlich Schotter kommt. Erst als der Fahrradweg auf der gleichen Flussseite, wie die Bundesstraße verlief habe ich einmal einen Versuch gewagt. Man fühlt sich wie auf einer Spielzeugstraße (es gibt eine Mittelmarkierungen auf einem Radweg!). So fährt man auf der ehemaligen Bahntrasse durch kleine Tunnel und über kleine Brücken, teilweise aber auch recht lang nur zwischen Büschen ohne Aussicht. Ein Teil war es so ganz lustig, die gesamte Strecke wäre mir aber zu mühsam gewesen.
Am Ende der Abfahrt, rund 50 km vor meinem Etappenziel, begann es wieder zu tröpfeln. Zum Glück blieb es dabei und kurz darauf kam die Sonne raus. Bin zu meiner Unterkunft bin ich dann bei 30°C und Sonnenschein unterwegs gewesen.
Leider liegt die Unterkunft etwas außerhalb und bietet selber kein Essen an. Ich musste daher also wieder mit dem Rad los. Und erst als ich zum 2. Mal an den Schinkenfabriken vorbei gefahren bin fiel mir auf in welchem San Daniele ich bin. Es ist das Schinken-San Daniele!!! Der Ort selber liegt auf einem Berg, was mir nach bereits 170 km natürlich besonders gelegen kam. Zum Essen gab es dann.... Schinken natürlich wenn ich schon einmal hier bin. Allerdings schon fast zu viel. Die Hauptspeise bestand aus einem Teller geschnittenem Schinken - sonst nichts. Vorspeise waren Nudeln mit.... Schinken. Gerade bei der Nachspeise (Tiramisu) war kein Schinken dabei.
Das Internet ist hier leider entsetzlich langsam - daher jetzt ein Teil - werde es beim Frühstück noch einmal versuchen den Rest hochzuladen. Wie gestern nachfolgend wieder der Link zur Galerie weil das Einfügen hier zu kompliziert ist und die Bilder immer irgendwo hin verrutschen.
Link zur Galerie der Fotos der 3. Etappe
Tourdaten:
Streckenlänge gefahren: 167,16 km (+ 7km am Abend zum Essen)
gefahrene Zeit: 6:27 h
Durchschnittsgeschwindigkeit 25,94 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 64,43 km/h
Ausblick:
Morgen werde ich nach Vicenza fahren (Übernachtung ist schon gebucht)
Streckenlänge: 146 km
Höchster Punkt 168m
Höhenmeter aufwärts 96m (also quasi nur eben)
Link zu naviki.org zu Etappe 4 von San Daniele nach Vicenza
(das Foto unten stimmt nicht ganz - da ist nicht genau der Ort, an dem ich jetzt bin hinterlegt)
Die Wettervorhersage ist leider nicht sehr toll für morgen. Mein Plan, dass es in Italien keinen Regen gibt, scheint nicht aufzugehen. Hoffentlich ist es zumindest warm. Nicht wie gestern, wo es im Regen 15°C hatte.
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